Zecken und Flöhe bei Hund und Katze: Vorbeugen, erkennen, entfernen

  • 19 Mar, 2026

Zeckenzange für Hund und Katze

Sobald es im Frühling wärmer wird, sind auch Zecken wieder unterwegs. Sie sitzen in hohem Gras, im Unterholz und an Wegrändern und warten auf einen Wirt. Hunde und Freigängerkatzen kommen dabei schnell mit ihnen in Kontakt. Flöhe sind dagegen das ganze Jahr ein Thema, weil sie sich auch in geheizten Wohnungen wohlfühlen.

Beide Parasiten sind lästig und können Krankheiten übertragen. Mit etwas Aufmerksamkeit und der richtigen Vorbeugung lässt sich das Risiko aber gut verringern.

Vorbeugen: welcher Schutz passt?

Für Hunde und Katzen gibt es verschiedene Arten von Zecken- und Flohschutz, zum Beispiel Halsbänder, Spot-on-Präparate zum Auftragen auf die Haut, Tabletten vom Tierarzt oder natürliche Mittel auf Basis von Pflanzenölen. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vom Alter, vom Gewicht, vom Gesundheitszustand und vom Alltag Ihres Tieres ab.

Lassen Sie sich deshalb am besten in der Tierarztpraxis beraten, vor allem bei Welpen, jungen Katzen, trächtigen oder kranken Tieren. Ganz wichtig:

  • Verwenden Sie niemals ein Mittel für Hunde bei Ihrer Katze. Manche Wirkstoffe, die Hunde gut vertragen, sind für Katzen giftig.
  • Halten Sie sich genau an die Dosierung und Anwendungsdauer auf der Packung.
  • Leben Hund und Katze zusammen, fragen Sie nach, ob das Mittel des Hundes für die Katze im Haushalt unbedenklich ist.
  • Beobachten Sie Ihr Tier nach der ersten Anwendung und melden Sie sich bei Auffälligkeiten in der Praxis.

Nach dem Spaziergang absuchen

Kein Schutz ist lückenlos. Gewöhnen Sie sich deshalb an, Ihr Tier nach jedem Ausflug ins Grüne kurz abzusuchen. Zecken bevorzugen dünne, gut durchblutete Hautstellen. Schauen Sie besonders an diesen Stellen nach:

  • Kopf, Ohren und Hals
  • Achseln und Innenseiten der Beine
  • Bauch und Leistengegend
  • zwischen den Zehen

Am leichtesten finden Sie Zecken, wenn Sie mit den Fingern gegen den Strich durch das Fell streichen. Flöhe erkennen Sie oft an häufigem Kratzen und an kleinen dunklen Krümeln im Fell. Wenn Sie diese Krümel auf ein feuchtes, weißes Tuch legen und sie sich rötlich verfärben, ist das ein typischer Hinweis auf Flohkot.

Eine Zecke richtig entfernen

Haben Sie eine Zecke gefunden, entfernen Sie sie möglichst bald. Am einfachsten geht das mit einer Zeckenzange oder einer Zeckenkarte:

  • Fassen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Haut.
  • Ziehen Sie sie langsam und gleichmäßig heraus, ohne den Körper der Zecke zu quetschen.
  • Verzichten Sie auf Öl, Klebstoff oder andere Hausmittel, sie können die Zecke reizen.
  • Desinfizieren Sie die Stelle und beobachten Sie sie in den nächsten Tagen.

Wird die Einstichstelle rot und dick, wirkt Ihr Tier müde, frisst schlecht oder hat Fieber, gehen Sie bitte zur Tierärztin oder zum Tierarzt.

Flöhe auch in der Wohnung bekämpfen

Bei einem Flohbefall leben die meisten Flöhe und ihre Eier nicht auf dem Tier, sondern in der Umgebung. Waschen Sie Decken und Bezüge vom Schlafplatz heiß, saugen Sie Teppiche, Polster und Ritzen gründlich und leeren Sie den Staubsauger danach. Behandeln Sie außerdem alle Tiere im Haushalt, nicht nur das, das sich gerade kratzt.

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